Ferienpass-Planung trotz Pandemie — was ein Online-Portal leistet
Wie die Corona-Pandemie 2020 die Ferienpass-Planung auf den Kopf gestellt hat — und welche Spielräume ein Online-Ferienpass auf einmal eröffnet hat.
Frühjahr 2020. Das öffentliche Leben in Deutschland steht still. Die Ferienpass-Planung ebenfalls. Niemand weiß, wann Begegnung, Sport und Ausflüge wieder möglich sind. Viele Angebote leben aber genau davon: vom Treffen draußen, vom Bus zur Talsperre, vom Workshop im Bürgerhaus.
Warum der klassische Ablauf in der Krise nicht funktioniert
Üblicherweise sieht die Saison so aus: Kick-Off im Januar, Redaktionsschluss im März, Druckversion im April, Anmeldestart im Mai. Stichtage, Druckfristen, Verteilung über die Schulen.
Diese Starrheit ist in der Pandemie der Knackpunkt. Niemand kann zuverlässig sagen, welche Aktion in zwei Monaten stattfinden darf. Räume fallen weg, Auflagen ändern sich kurzfristig, Veranstalterinnen und Veranstalter zögern.
Die Träger, mit denen wir 2020 zusammenarbeiten, haben deshalb entschieden: Keine Druckausgabe in diesem Jahr — der Ferienpass erscheint nur online. Das hat sich als richtig erwiesen.
Spielräume, die ein Online-Portal eröffnet
- Kein starrer Redaktionsschluss mehr. Angebote können bis kurz vor dem Termin noch ergänzt werden. Zögernde Veranstalterinnen und Veranstalter haben Zeit, ihre Hygienekonzepte zu finalisieren.
- Absagen und Verlegungen tagesaktuell. Wenn ein Raum wegfällt oder die Lage sich ändert, wird das Angebot im Portal aktualisiert — und alle bereits angemeldeten Kinder erhalten automatisch eine Information.
- Wartelisten als Sicherheitsnetz. Verkleinerte Gruppen bedeuten mehr Wartelisten — und damit mehr Bedarf, dass die Liste sauber, fair und digital geführt wird.
- Kommunikation an einem Ort. Aktuelle Hinweise zum Hygienekonzept, zu Treffpunkten oder zur Bringe- und Abholregelung landen direkt bei den Familien, die sie betreffen — statt auf Verteilerlisten.
Was bleibt
Die Pandemie hat gezeigt, dass ein Online-Ferienpass keine Bequemlichkeit ist, sondern Resilienz. Wer das System hat, kann reagieren. Wer nicht, ruft in der Krise jede Familie einzeln an.